Am Morgen regnet es. Wir wollten nie in den Regen hinein starten. Wir fragen nach einen weiteren Nacht (una noche mas) im Hotel und die sagen ja aber wir muessen umziehen. Also nehme wir das als Wink des Schicksals und packen zusammen und machen uns im Regen aus dem Weg. Die Gore Tex Regenkleidung haelt, was sie gekostet hat. Nass bleibt nass, wir schwitzen auch und der Wind kommt von hinten. Kaum Verkehr. Die Landschaft wie im Alpenvorland, im Allgaeu. Almen, es wird einsam und nach 2 Stunden kommt ein Schild mit der Aufschrift Cafeteria. Also nix wie rein in die Cafeteria. Vor der Tuer stehen 4 Raeder. Es sind die Raeder von Rahel und Juerg ( www.affenbrunner.ch ), und Miranda und Maurice. Die einen seit 21 Monaten unterwegs, die anderen seit 2 Monaten. Also Plaudern austausch. Cafetrinken, trocknen. Dann fahren wir zu siebt weiter.
Unser Ziel war Pichi Traful. Es beginnt wieder zu regen. Starker Wind 12 Grad. Unlustig. Normalerweise gehe ich bei einenem solchen Wetter nicht vor die Tuer. An uns ziehen zu Fuss immer wieder Jugendliche mit Liegematten und Zelt vorbei, ihr Gepaeck in Muelltueten vor Regen geschuetzt. Dann kommt wieder die Sonne durch und wir fahren an Lupinen vorbei die dicht gedraengt am Starssenrand stehen an einer Kappele mit Zwiebelturm, wie im Rupertigau. Schliesslich erreichen wir Pichi Traful. Der Schotter kamm frueher als erwartet, noch staerkerer WInd aus den Bergen. Aeste liegen auf der Strasse. Wir fragen der Parkwaerter, ob es hier eine Hosteria gaebe. Ja sagt er, aber die wuerde irgendwie von einer Religion gefuehrt, und die nehmen nur Mitglieder. Dreimal erhalten wir die Auskunft. Wir fahren 2 km zu einem Campingplatz am See. Unter dem einzigen Shelter der 20m2 gross ist. draengen sich 50 Jugendliche. Ein Kiosk, der Betreiber die Jugendlichen versorgt, sonst nix. Am See scheint der Untergrund noch tiefer und naesser zu sein. ... und keine Moeglichkeit trocken zu kochen und zu essen.
Wir fahren einen Km zurueck und fragen bei einer Huette. Ein junger Mann ueberlaesst uns einen "Unterstand, wie Ihn Forstleute zur Mittagspause nutzen" (Maurice). Was belgischen Forstleuten reicht, reicht auch uns bei 6 Grad, Regen und Wind. Es ist eine schoenne Huette. Der junge Mann heitzt ein. Wir kochen, essen, plaudern, stellen das Zelt im Garten auf. Es regnet und windet.
Das Zelt wird heute erstmals auf unserer Tour nass. Es haelt trocken, in den Schlafsaecken ist es warm.
Mittwoch, 9. Januar 2008
Montag, 7. Januar 2008
Emil Special
Hier wieder mal ein Special fuer alle besonders an Emil Interessierten.
Erste Meldung: Emil hat endlich ein Wort fuer ein Ding! Inspiriert hat ihn sein Lieblingsessen:Das Wort wechselt noch: Gu. Oder Gru. Oder Guru. Oder Gro. Gemeint ist “Gurke”. Allerdings meint er damit noch nicht die Menge aller Dinge, die wir als "Gurke" bezeichnen, sondern die Menge aller Dinge, die essbar sind. Manchmal heisst es inzwischen, glaube ich, sogar "Hunger".
Wenn ich zurueckdenke, wird Emils Entwicklung ueberhaupt besonders deutlich an seinem Essverhalten.
Als wir losgefahren sind, war Emil gerade dabei, anzufangen, alles mitzuessen, er hat noch viel Glaeschen bekommen, er hatte gerade angefangen, selbstaendig mit dem Loeffel zu essen.
Inzwischen sitzt er selber am Tisch, isst mit dem Loeffel. Das bringt immer noch viele unserer Wirtinnen zum Staunen: "come solo?" Alles, was wir essen, isst auch Emil. Aber er hat auch schon deutliche Vorlieben entwickelt. Ganz vorne, mit weitem Abstand vorne rangiert die geliebte Gurke und Tomate (heisst auch "Gu"). Dann kommt lange nichts. Wenn es bei einer Mahlzeit Gurken und Tomaten als Beilage gibt, muss man zur Zeit richtig aufpassen, dass er von den anderen Sachen auch was isst, neben Gurke und Tomate.
Morgen geht es weiter im Text....... wir muessen auf den Spielplatz
Ich mag Tomaten ja auch recht gerne, vor allem zum Kaesebrot dazu, das verleidet mir Emil hin und wieder, weil sobald eine Tomate am Tisch auftaucht, bin ich nur noch damit beschaeftigt, fuer Emil Schnipsel vorzubereiten, die Nachfrage ("Gugugugu") hoert einfach nicht auf, bis die Tomate weg ist und ich mein Kaesebrot trocken esse.
Dann kommen in der Hitliste die uebrigen Kinderleidenschaften: Spagetti (kann er toll reinziehen), Pommes, Schokolade; und es gibt nur eine Sache, die er nicht mag: Kaese.
Allerliebst, wie er das Essen beendet: er schiebt den Teller von sich weg, streckt die Arme aus, um von seinem Ess-Tron runtergehoben zu werden. Das Wegschieben ist wieder so eine langsame, konzentrierte Emil-Bewegung, genau und sehr bewusst. "ich bin fertig"
Wenn er etwas zum Essen in der Hand traegt, zeigt er "fertig" an, indem er es jemanden in die Hand drueckt, oder indem er es auf seinen Teller, falls vorhanden, drauflegt. Auch wenn er von aus der Hand essen zum Trinken wechselt, legt er vorher alles sehr sorgfaeltig auf dem Teller ab. Niemals laesst er etwas einfach fallen, auch, wenn er mit einem Grissini herumlaeuft. Ich weiss nicht, wo er das gelernt hat.
Ganz neu ist das Strohhalm-Trinken. Gestern hat Emil gesehen, wie Kurt mit dem Metallrohr, das wie ein Strohhalm benutzt wird, seinen Mate trinkt. Emil wollte natuerlich auch gleich. Kurt hat ihn gelassen, weil er der Meinung war, dass Emil das eh nicht schafft, da was rauszubekommen. Von wegen! Also bekommt Emil auch einen Matebecher mit Saft drin und trinkt ihn mit dem Metallrohr wirklich bis auf den Boden leer! Also sind wir jetzt durch: Aus dem Glas trinken, aus der Flasche trinken, mit dem Strohhalm trinken, alles klappt.
Lieblingswort immer noch: "da!" Aber es gibt neue Steigerungen, wenn etwas noch interessanter ist als "da!" : "Boahhh - da". Das Boahhh ungefahr so betont, wie das ein cooler 14-jaehriger auch tun wuerde, aber mit ganz viel Begeisterung und Crescendo im "oa". Und es gibtr noch eine Steigerung: "O-Boahhh-Daaaaaaa". Am haeufigsten loesen diese Begeisterung grosse Lastwagen und Autos aus. Besonders bei Pausen am Strassenrand kann uns Emil eine ganze Weile unterhalten und amuesieren, indem er wirklich hinter jedem Auto oder LKW her bruellt und krakeelt: "Daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa" "0-boaaaaa-daaaaaaaaaaaaaaaa"
Kurts Antwort: "Schreib ihn auf, der ist viel zu schnell gefahren!" Emils Krakelen erinnert Kurt naemlich an einen oesterreichischen Rentner, der sich ueber andere Verkehrsteilnehmer empoert, ihn aufschreibt und der Polizei meldet.

Emils Lieblingsspielzeug: Sein Nachziehauto.
In Chos Malal hab ich fuer das Muellauto eine passende Schnur gekauft, bis dahin haben wir immer nur improvisiert mit den Schnueren. Kurt hat sie exakt mittig montiert, und ab da hat es so richtig funktioniert. Emil war hin und weg. Erst hat er das Nachziehauto in der Kueche hin und hergezogen, immer, wenn es umgefallen ist, hat er aufgebruellt und gewartet, dass man es ihm aufrichtet. Oder man sagt:"oh jeh, jetzt ist es umgefallen, schnell, richte es wieder auf!" Dann richtet er es auf und zieht weiter, bis zum naechsten Kippen, gleicher Vorgang.
Dann hat er die Schwierigkeit gesteigert: Ueber die Schwelle der Kueche nach draussen ziehen ohne umfallen. Am Anfang ist das Muellauto jedesmal umgefallen (Vorgang siehe oben), ganz lansam und konzentriert hat er es immer wieder druebergezogen, bis es nicht mehr umfiel. Naechste Steigerung: Der Autoparkplatz, der mit Kies bedeckt ist. Gleicher Vorgang wie oben.
In Chos Malal hat Emil auch einen Freund gefunden, den Sohn der Besitzter der Anlage, die immer am Abend kamen, um nach dem rechten zu sehen. Luca ist wei Jahre alt. Jeden Abend haben die zwei miteinander gespielt, soweit das in dem Alter eben moeglich ist. Waehrend dem Aufpassen sind auch wir, die Eltern ins Gespraech gekommen, bis wir dann Abends gemuetlich beim Mate zusammengesessen sind. Am letzten Abend hat der Papa von Luca sogar extra eine riesige Kiste mit Spielzeug geholt. Ich hab gedacht, boaaaa, da wird sich Emil aber freuen, so viel Spielzeug hat er ja seit Monaten nicht mehr auf einem Haufen gesehen. Emil hat dann auch kurz hineingelangt in die Kiste, ich hab ihm das ein oder andere gezeigt. Ca. fuenf Minuten fand er das ganz nett, dann hat er sich sein Nachziehauto geschnappt und ist zum Autoparkplatz verschwunden.
Zweitliebstes Spielzeug: Wasser. Inzwischen bin ich schon routiniert, die Wirte nach einer Wanne zu fragen fuer Emil. Damit kann man ihn immer gluecklich machen: Eine Wanne mit Wasser und ein paar Gefaessen zum rumschuetten. Oder ein Wasserschlauch tut es auch statt der Wanne. Am letzten Campingplatz bin ich schon immer zum am weitesten entfernten Wasserhahn gelaufen, nur, dass Emil nicht mitbekommt, dass es Wasserhaehne gibt. Hat er es einmal gemerkt, bekommt man ihn nicht mehr los und dort war es zu kalt zum WAsserplantschen.
Megastolz war er kuerzlich in der Therme. Da hat Kurt Emil in seinen Wasserreifen reingesetzt und im Wasser rumgeschoben. Emil hat zufrieden und stolz wie ein kleiner Budda rausgegrinst und immer in die Runde geschaut, zu den anderen Badegaesten, ob auch alle zuschauen und genauso begeistert sind wie er.
Emil will immer raus. Wie ein kleiner Hund rennt er sofort begeistert zur Tuere, wenn er die Tendenz zum Aufbrechen bemerkt. Und dann will er immer selber laufen. Treppen sind jetzt nicht mehr so interessant, die geht er runter sowiso frei, rauf nur die nicht so hohen. Ganz prickelnd sind jetzt die Mauern. Man kommt nicht vorbei an einer MAuer, ohne dass Emil nicht auf ihr entlangbalanciert, begleitet von einem begeisterten "hihihi". Geht es dann ueber die Strasse, sagen wir "schnell schnell schnell" und Emil gibt uns die Haende und rennt, was geht, aber nur exakt bis zu der Stelle, bis der Buergersteig wieder beginnt. Dann geht er wieder sein Tempo. Er laesst sich nicht foppen. "Schnell schnell" wird nur da akzeptiert, wo es wirklich notwendig ist.
Nach wie vor nimmt er bei jeder Gelegenheit Kontakt mit Passanten auf. Zur Zeit sogar mit der Masche, dass er kurz vor entgegenkommenden Passanten einen Haken schlaegt und voll in sie hineinrennt und sie zwingt, entweder auseinanderzugehen, dass Emil durchkann, oder, wenn die Reaktion nicht schnell genug ist, klebt ihnen Emil an den Beinen. Meistens sind die "Opfer" davon ganz entzueckt, worauf Emil auch genauestens achtet.
Meistens geht Emil auch nicht nur so, er rennt und schmeisst Arme und Beine von sich und plappert noch dazu ohne Punkt und Komma.
Emils Plappern: Ohne Pause, fast immer, man kann sich kaum unterhalten, wenn er so richtig in Fahrt ist. "richtige" Woerter verwendet er aber nur bei Lampen momentan. "Aus" und "an" sagt er jetzt schon recht gut. Ausserdem "hallo" oder das spanische "hola" sagt er nett und allerliebst mit einem understatment-maessig reduzierten Winken, bringt Artesania-Verkaeuferinnen zum Schmelzen. "Tschu" klappt auch schon. Und "Heissss". Das kommt immer, wenn etwas heiss sein koennte oder heiss ist: Lampen, Toepfe, Essen, Strandsand, wenn die Sonne draufknallt... Das "zu", mit dem ja eigentlich alles angefangen hat, ist etwas aus der Mode gekommen.
Emil und der Haenger: Das Lied, das wir als Einsteige-Ritual mit Emil singen, faellt jetzt immer oefter aus, weil Emil von selber in den Haenger steigt, wenn er merkt, dass wir weiterfahren. Er klettert rein, dreht sich um, setzt sich in den Sitz und wartet, dass es losgeht. Da wollen wir ihn natuerlich nicht mehr rausreissen.
Erste Meldung: Emil hat endlich ein Wort fuer ein Ding! Inspiriert hat ihn sein Lieblingsessen:Das Wort wechselt noch: Gu. Oder Gru. Oder Guru. Oder Gro. Gemeint ist “Gurke”. Allerdings meint er damit noch nicht die Menge aller Dinge, die wir als "Gurke" bezeichnen, sondern die Menge aller Dinge, die essbar sind. Manchmal heisst es inzwischen, glaube ich, sogar "Hunger".
Wenn ich zurueckdenke, wird Emils Entwicklung ueberhaupt besonders deutlich an seinem Essverhalten.
Als wir losgefahren sind, war Emil gerade dabei, anzufangen, alles mitzuessen, er hat noch viel Glaeschen bekommen, er hatte gerade angefangen, selbstaendig mit dem Loeffel zu essen.
Inzwischen sitzt er selber am Tisch, isst mit dem Loeffel. Das bringt immer noch viele unserer Wirtinnen zum Staunen: "come solo?" Alles, was wir essen, isst auch Emil. Aber er hat auch schon deutliche Vorlieben entwickelt. Ganz vorne, mit weitem Abstand vorne rangiert die geliebte Gurke und Tomate (heisst auch "Gu"). Dann kommt lange nichts. Wenn es bei einer Mahlzeit Gurken und Tomaten als Beilage gibt, muss man zur Zeit richtig aufpassen, dass er von den anderen Sachen auch was isst, neben Gurke und Tomate.
Morgen geht es weiter im Text....... wir muessen auf den Spielplatz
Ich mag Tomaten ja auch recht gerne, vor allem zum Kaesebrot dazu, das verleidet mir Emil hin und wieder, weil sobald eine Tomate am Tisch auftaucht, bin ich nur noch damit beschaeftigt, fuer Emil Schnipsel vorzubereiten, die Nachfrage ("Gugugugu") hoert einfach nicht auf, bis die Tomate weg ist und ich mein Kaesebrot trocken esse.
Dann kommen in der Hitliste die uebrigen Kinderleidenschaften: Spagetti (kann er toll reinziehen), Pommes, Schokolade; und es gibt nur eine Sache, die er nicht mag: Kaese.
Allerliebst, wie er das Essen beendet: er schiebt den Teller von sich weg, streckt die Arme aus, um von seinem Ess-Tron runtergehoben zu werden. Das Wegschieben ist wieder so eine langsame, konzentrierte Emil-Bewegung, genau und sehr bewusst. "ich bin fertig"
Wenn er etwas zum Essen in der Hand traegt, zeigt er "fertig" an, indem er es jemanden in die Hand drueckt, oder indem er es auf seinen Teller, falls vorhanden, drauflegt. Auch wenn er von aus der Hand essen zum Trinken wechselt, legt er vorher alles sehr sorgfaeltig auf dem Teller ab. Niemals laesst er etwas einfach fallen, auch, wenn er mit einem Grissini herumlaeuft. Ich weiss nicht, wo er das gelernt hat.
Ganz neu ist das Strohhalm-Trinken. Gestern hat Emil gesehen, wie Kurt mit dem Metallrohr, das wie ein Strohhalm benutzt wird, seinen Mate trinkt. Emil wollte natuerlich auch gleich. Kurt hat ihn gelassen, weil er der Meinung war, dass Emil das eh nicht schafft, da was rauszubekommen. Von wegen! Also bekommt Emil auch einen Matebecher mit Saft drin und trinkt ihn mit dem Metallrohr wirklich bis auf den Boden leer! Also sind wir jetzt durch: Aus dem Glas trinken, aus der Flasche trinken, mit dem Strohhalm trinken, alles klappt.
Lieblingswort immer noch: "da!" Aber es gibt neue Steigerungen, wenn etwas noch interessanter ist als "da!" : "Boahhh - da". Das Boahhh ungefahr so betont, wie das ein cooler 14-jaehriger auch tun wuerde, aber mit ganz viel Begeisterung und Crescendo im "oa". Und es gibtr noch eine Steigerung: "O-Boahhh-Daaaaaaa". Am haeufigsten loesen diese Begeisterung grosse Lastwagen und Autos aus. Besonders bei Pausen am Strassenrand kann uns Emil eine ganze Weile unterhalten und amuesieren, indem er wirklich hinter jedem Auto oder LKW her bruellt und krakeelt: "Daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa" "0-boaaaaa-daaaaaaaaaaaaaaaa"
Kurts Antwort: "Schreib ihn auf, der ist viel zu schnell gefahren!" Emils Krakelen erinnert Kurt naemlich an einen oesterreichischen Rentner, der sich ueber andere Verkehrsteilnehmer empoert, ihn aufschreibt und der Polizei meldet.
In Chos Malal hab ich fuer das Muellauto eine passende Schnur gekauft, bis dahin haben wir immer nur improvisiert mit den Schnueren. Kurt hat sie exakt mittig montiert, und ab da hat es so richtig funktioniert. Emil war hin und weg. Erst hat er das Nachziehauto in der Kueche hin und hergezogen, immer, wenn es umgefallen ist, hat er aufgebruellt und gewartet, dass man es ihm aufrichtet. Oder man sagt:"oh jeh, jetzt ist es umgefallen, schnell, richte es wieder auf!" Dann richtet er es auf und zieht weiter, bis zum naechsten Kippen, gleicher Vorgang.
Dann hat er die Schwierigkeit gesteigert: Ueber die Schwelle der Kueche nach draussen ziehen ohne umfallen. Am Anfang ist das Muellauto jedesmal umgefallen (Vorgang siehe oben), ganz lansam und konzentriert hat er es immer wieder druebergezogen, bis es nicht mehr umfiel. Naechste Steigerung: Der Autoparkplatz, der mit Kies bedeckt ist. Gleicher Vorgang wie oben.
In Chos Malal hat Emil auch einen Freund gefunden, den Sohn der Besitzter der Anlage, die immer am Abend kamen, um nach dem rechten zu sehen. Luca ist wei Jahre alt. Jeden Abend haben die zwei miteinander gespielt, soweit das in dem Alter eben moeglich ist. Waehrend dem Aufpassen sind auch wir, die Eltern ins Gespraech gekommen, bis wir dann Abends gemuetlich beim Mate zusammengesessen sind. Am letzten Abend hat der Papa von Luca sogar extra eine riesige Kiste mit Spielzeug geholt. Ich hab gedacht, boaaaa, da wird sich Emil aber freuen, so viel Spielzeug hat er ja seit Monaten nicht mehr auf einem Haufen gesehen. Emil hat dann auch kurz hineingelangt in die Kiste, ich hab ihm das ein oder andere gezeigt. Ca. fuenf Minuten fand er das ganz nett, dann hat er sich sein Nachziehauto geschnappt und ist zum Autoparkplatz verschwunden.
Zweitliebstes Spielzeug: Wasser. Inzwischen bin ich schon routiniert, die Wirte nach einer Wanne zu fragen fuer Emil. Damit kann man ihn immer gluecklich machen: Eine Wanne mit Wasser und ein paar Gefaessen zum rumschuetten. Oder ein Wasserschlauch tut es auch statt der Wanne. Am letzten Campingplatz bin ich schon immer zum am weitesten entfernten Wasserhahn gelaufen, nur, dass Emil nicht mitbekommt, dass es Wasserhaehne gibt. Hat er es einmal gemerkt, bekommt man ihn nicht mehr los und dort war es zu kalt zum WAsserplantschen.
Megastolz war er kuerzlich in der Therme. Da hat Kurt Emil in seinen Wasserreifen reingesetzt und im Wasser rumgeschoben. Emil hat zufrieden und stolz wie ein kleiner Budda rausgegrinst und immer in die Runde geschaut, zu den anderen Badegaesten, ob auch alle zuschauen und genauso begeistert sind wie er.
Emil will immer raus. Wie ein kleiner Hund rennt er sofort begeistert zur Tuere, wenn er die Tendenz zum Aufbrechen bemerkt. Und dann will er immer selber laufen. Treppen sind jetzt nicht mehr so interessant, die geht er runter sowiso frei, rauf nur die nicht so hohen. Ganz prickelnd sind jetzt die Mauern. Man kommt nicht vorbei an einer MAuer, ohne dass Emil nicht auf ihr entlangbalanciert, begleitet von einem begeisterten "hihihi". Geht es dann ueber die Strasse, sagen wir "schnell schnell schnell" und Emil gibt uns die Haende und rennt, was geht, aber nur exakt bis zu der Stelle, bis der Buergersteig wieder beginnt. Dann geht er wieder sein Tempo. Er laesst sich nicht foppen. "Schnell schnell" wird nur da akzeptiert, wo es wirklich notwendig ist.
Nach wie vor nimmt er bei jeder Gelegenheit Kontakt mit Passanten auf. Zur Zeit sogar mit der Masche, dass er kurz vor entgegenkommenden Passanten einen Haken schlaegt und voll in sie hineinrennt und sie zwingt, entweder auseinanderzugehen, dass Emil durchkann, oder, wenn die Reaktion nicht schnell genug ist, klebt ihnen Emil an den Beinen. Meistens sind die "Opfer" davon ganz entzueckt, worauf Emil auch genauestens achtet.
Meistens geht Emil auch nicht nur so, er rennt und schmeisst Arme und Beine von sich und plappert noch dazu ohne Punkt und Komma.
Emils Plappern: Ohne Pause, fast immer, man kann sich kaum unterhalten, wenn er so richtig in Fahrt ist. "richtige" Woerter verwendet er aber nur bei Lampen momentan. "Aus" und "an" sagt er jetzt schon recht gut. Ausserdem "hallo" oder das spanische "hola" sagt er nett und allerliebst mit einem understatment-maessig reduzierten Winken, bringt Artesania-Verkaeuferinnen zum Schmelzen. "Tschu" klappt auch schon. Und "Heissss". Das kommt immer, wenn etwas heiss sein koennte oder heiss ist: Lampen, Toepfe, Essen, Strandsand, wenn die Sonne draufknallt... Das "zu", mit dem ja eigentlich alles angefangen hat, ist etwas aus der Mode gekommen.
Emil und der Haenger: Das Lied, das wir als Einsteige-Ritual mit Emil singen, faellt jetzt immer oefter aus, weil Emil von selber in den Haenger steigt, wenn er merkt, dass wir weiterfahren. Er klettert rein, dreht sich um, setzt sich in den Sitz und wartet, dass es losgeht. Da wollen wir ihn natuerlich nicht mehr rausreissen.
Sonntag, 6. Januar 2008
San Martin de los Andes (5.1. - 9.1)
Gespannt fahren wir in San Martin de los Andes ein. Einer der grossen Touristenziele der Region. Cabanas und andere Unterkuenfte reihen sich aneinander, Unterkunftschwierigkeiten werden wir keine haben.In der Tourist-Information gibt es vier Schalter, an denen sich trotzdem lange Schlangen bilden. Es brummt vor Tourismus.
Wir kommen in einem Apart-Hotel unter, haben eine sehr schoene, kleine Ferienwohnung. Alles ist da, um mal wieder "was Gesundes" zu kochen und heisses Wasser fuer den Kaffee zu kochen.
Zwei Tage wollen wir uns Pause goennen.
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Nach dem ueblichen Abstauben unter der Dusche setzen wir uns megahungrig in das erste Restaurant, das Nachmittags geoeffnet hat. (das gibt es auch nur in stark touristischen Orten)Wir geniessen Pizza und Salat. Emil verschwindet beim Bestellen fuer 3 Sekunden aus meinem Gesichtskreis, taucht wieder auf mit einer Krippenfigur in der Hand. Erster Gedanke: Ach ja, es ist ja noch Weihnachtszeit. Der zweite verdraengt den ersten blitzartig: Aus Ton, geht kaputt beim Runterfallen. Noch bevor der Gedanke richtig zuende ist, liegt der Esel zersprungen auf dem Boden. Wie peinlich!!! Der Kellner lacht sich kaputt, ich versteh leider nicht seine Beschwichtigungen, die den Eindruck erwecken, dass es gar nicht schlimm ist, ja, dass er nicht gerade an dem Teil gehangen ist. Er spendiert Emil sogar eine Handvoll Konrkorken und mit einem Spielzeugauto darf Emil auch noch spielen.
Dann geht die Gummistiefeljagd weiter. Leider erfolglos, es wird mir gesagt, falsche Saison, Gummistiefel gibt es erst wieder ab Maerz.
Wir spazieren mit Emil an den See, wo es einen schoenen Strand gibt. Emil spielt mit dem Sand, schmeisst Steine, wir geniessen den warmen Sand im Kontrast zum scharfen, kalten Wind.
Am Abend spazieren wir nochmal durch die Stadt und machen an der Plaza halt. An einem Abend spielt eine Band mit interessanter Instrumentenkombination: E-Bass, Schlagzeug, Akkordeon, akustische Geige. Jedes Instrument hat seinen eigenen Verstaerker und Lautsprecher, es gibt keine Anlage mit Mischpult. Die Musiker sitzen auf ihren Lautsprechern, der Geiger hat die Beine uebereinandergeschlagen. Er haelt die Wirkung offensichtlich fuer cooles Understatement. Auf mich wirkt es unterspannt, die uebereinandergeschlagenen Beine druecken eine Verschlossenheit aus, die nicht zum Musizieren passt. Um die Band hat sich ein Kreis sitzender und stehender Zuhoerer gebildet. Wir setzen uns mit Emil dazu. Emil gefaellt die Musik. Er wippt mit und faengt an, angetrieben von der flotten Musik, um mich herumzurennen, immer schneller, bis es ihn irgendwann aus der Bahn schleudert, dann gleich wieder aufrappeln und weiterrennen.
Kurt und ich sind nicht sehr angetan von der Band, vor allem der Geiger hat genau so einen unterspannten Ton, wie er da sitzt, aber eine Weile geniessen wir die Freude von Emil, dann spazieren wir weiter.
San Martin ist in Bezug auf oberbazrischen Klotzstil schon eine Steigerung. Die Restaurants und Touristenlaeden sind mit viel Holz und sehr wuchtig gebaut, alles ist neuer und moderner als in Villarica, unsere letzte Touristenhochburg.
Wir entdecken eine Pastelleria, wo es unglaublich gute Torten gibt, sogar besser als zuhause: Kreativer, lockerer, fruchtiger. Die Pastelleria heisst "Mein Traum".
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Emil ist inzwischen Spaziersuechtig. Er kann endlos mit uns oder einem von uns durch die Strassen spazieren: Touristen auseinandersprengen (er macht wirklich die Haende vorne zusammen und wuehlt sich durch eine Reihe Menschen wie ein Schneepflug), er ueberprueft dann immer die Wirkung dieser Aktion (bleibt stehen und schaut sich um, schaut seinen Opfern direkt ins Gesicht) nachdem die von Entzuecken bis Amuesiert reicht und nie negativ ist, macht er es immer wieder, dazu kommt: am Weg entlangrennen und Plappern und mit den Armen wedeln, auf Mauern spazieren. Er ist fast nicht muede zu kriegen.
Wir finden ein Fahrradgeschaeft, wo es fast alles gibt, auch eine HG 90 und eine IQ-Radlhose fuer Kurt und ein neues Trikot fuer mich. Vor allem Kurt ist uebergluecklich ueber seine neue Radlhose, die alte war schon einige Zeit dabei, sich aufzuloesen.
Am dritten Tag wollen wir eigentlich weiterfahren. Aber es regnet in Stroemen, als wir aufstehen, die Wolken haengen tief. Wir beschliessen, nicht bei Regen loszufahren, fragen an, ob wir einen Tag laenger bleiben koennen. Das wird kompliziert, wir muessten umziehen, die Rezeptionistin ist irgendwie unengagiert, wir denken uns, na gut, dann halt nicht, kramen unser Regenzeug hervor und schon sind wir wieder unterwegs.
Wir kommen in einem Apart-Hotel unter, haben eine sehr schoene, kleine Ferienwohnung. Alles ist da, um mal wieder "was Gesundes" zu kochen und heisses Wasser fuer den Kaffee zu kochen.
Zwei Tage wollen wir uns Pause goennen.
Nach dem ueblichen Abstauben unter der Dusche setzen wir uns megahungrig in das erste Restaurant, das Nachmittags geoeffnet hat. (das gibt es auch nur in stark touristischen Orten)Wir geniessen Pizza und Salat. Emil verschwindet beim Bestellen fuer 3 Sekunden aus meinem Gesichtskreis, taucht wieder auf mit einer Krippenfigur in der Hand. Erster Gedanke: Ach ja, es ist ja noch Weihnachtszeit. Der zweite verdraengt den ersten blitzartig: Aus Ton, geht kaputt beim Runterfallen. Noch bevor der Gedanke richtig zuende ist, liegt der Esel zersprungen auf dem Boden. Wie peinlich!!! Der Kellner lacht sich kaputt, ich versteh leider nicht seine Beschwichtigungen, die den Eindruck erwecken, dass es gar nicht schlimm ist, ja, dass er nicht gerade an dem Teil gehangen ist. Er spendiert Emil sogar eine Handvoll Konrkorken und mit einem Spielzeugauto darf Emil auch noch spielen.
Dann geht die Gummistiefeljagd weiter. Leider erfolglos, es wird mir gesagt, falsche Saison, Gummistiefel gibt es erst wieder ab Maerz.
Wir spazieren mit Emil an den See, wo es einen schoenen Strand gibt. Emil spielt mit dem Sand, schmeisst Steine, wir geniessen den warmen Sand im Kontrast zum scharfen, kalten Wind.
Am Abend spazieren wir nochmal durch die Stadt und machen an der Plaza halt. An einem Abend spielt eine Band mit interessanter Instrumentenkombination: E-Bass, Schlagzeug, Akkordeon, akustische Geige. Jedes Instrument hat seinen eigenen Verstaerker und Lautsprecher, es gibt keine Anlage mit Mischpult. Die Musiker sitzen auf ihren Lautsprechern, der Geiger hat die Beine uebereinandergeschlagen. Er haelt die Wirkung offensichtlich fuer cooles Understatement. Auf mich wirkt es unterspannt, die uebereinandergeschlagenen Beine druecken eine Verschlossenheit aus, die nicht zum Musizieren passt. Um die Band hat sich ein Kreis sitzender und stehender Zuhoerer gebildet. Wir setzen uns mit Emil dazu. Emil gefaellt die Musik. Er wippt mit und faengt an, angetrieben von der flotten Musik, um mich herumzurennen, immer schneller, bis es ihn irgendwann aus der Bahn schleudert, dann gleich wieder aufrappeln und weiterrennen.
Kurt und ich sind nicht sehr angetan von der Band, vor allem der Geiger hat genau so einen unterspannten Ton, wie er da sitzt, aber eine Weile geniessen wir die Freude von Emil, dann spazieren wir weiter.
San Martin ist in Bezug auf oberbazrischen Klotzstil schon eine Steigerung. Die Restaurants und Touristenlaeden sind mit viel Holz und sehr wuchtig gebaut, alles ist neuer und moderner als in Villarica, unsere letzte Touristenhochburg.
Wir entdecken eine Pastelleria, wo es unglaublich gute Torten gibt, sogar besser als zuhause: Kreativer, lockerer, fruchtiger. Die Pastelleria heisst "Mein Traum".
Emil ist inzwischen Spaziersuechtig. Er kann endlos mit uns oder einem von uns durch die Strassen spazieren: Touristen auseinandersprengen (er macht wirklich die Haende vorne zusammen und wuehlt sich durch eine Reihe Menschen wie ein Schneepflug), er ueberprueft dann immer die Wirkung dieser Aktion (bleibt stehen und schaut sich um, schaut seinen Opfern direkt ins Gesicht) nachdem die von Entzuecken bis Amuesiert reicht und nie negativ ist, macht er es immer wieder, dazu kommt: am Weg entlangrennen und Plappern und mit den Armen wedeln, auf Mauern spazieren. Er ist fast nicht muede zu kriegen.
Wir finden ein Fahrradgeschaeft, wo es fast alles gibt, auch eine HG 90 und eine IQ-Radlhose fuer Kurt und ein neues Trikot fuer mich. Vor allem Kurt ist uebergluecklich ueber seine neue Radlhose, die alte war schon einige Zeit dabei, sich aufzuloesen.
Am dritten Tag wollen wir eigentlich weiterfahren. Aber es regnet in Stroemen, als wir aufstehen, die Wolken haengen tief. Wir beschliessen, nicht bei Regen loszufahren, fragen an, ob wir einen Tag laenger bleiben koennen. Das wird kompliziert, wir muessten umziehen, die Rezeptionistin ist irgendwie unengagiert, wir denken uns, na gut, dann halt nicht, kramen unser Regenzeug hervor und schon sind wir wieder unterwegs.
Ueber den Zufall
Liebe Leser, ich will Euch ein Mail meines Freundes Hans zum Thema Zufall nicht vorenthalten:
Kurt, Monika, Emilchen,
Arthur Koestler schreibt in den "Wurzeln des Zufalls":
Die klassischen Theorien der außer-sinnlichen Wahrnehmung (ASW) waren Variationen desselben Themas – ein >>psychischer Äther<< oder eine Gruppenseele oder ein kollektives Unbewusstes; jedes Konzept diente als unterirdisches Becken, das individuelle Psychen anzapfen und durch das sie zueinander in Beziehung treten können. Das Leitmotiv ist das der Einheit in der Vielfalt:
„Alles ist Eins und Eins ist Alles.“
Das tönt durch die Schriften der christlichen Mystiker und ist der Schlüssel zum Buddhismus und Taoismus.
Und weiter:
Synchronizität und Serealität stellen moderne Abkömmlinge dieses archetypischen Glaubens an die fundamentale Einheit aller Dinge dar.
Dieser Glaube wurde vor allem von Plotin vertreten und auch von dem Geisterseher Schwedenburg, dessen Studium Kant zu seiner Schrift „Kritik der reinen Vernunft“ veranlasst hat. Es ist auch eine Einstllung überheblicher Mathematiker (Plato, Leibniz), welchen meinen, die Welt verstehen zu können, indem sie diese Verräumlichen und das Werden und Vergehen weitgehend (im Gegensatz zu Whitehead) ignorieren. Ich habe eine tolles Buch gelesen, welches mir die Augen geöffnet hat: "Wahn und Wahrheit" von Constantin Rauer, in dem es Um Kants Auseinandersetzung mit den Irrationalen geht. Kurt, das wäre was für Dich, den studierten Psychologen.
Kurt,
wenn Dir diese Zufälle gefallen, dann verstehe ich es,
so lange Du Dich nicht als auserwählt wähnst.
Genieße sie einfach und lasse alles offen.
Was verstehen wir schon von der Welt, wenn wir sie uns weitgehend ausdenken?
Gute Fahrt
wünscht
Hans
Kurt, Monika, Emilchen,
Arthur Koestler schreibt in den "Wurzeln des Zufalls":
Die klassischen Theorien der außer-sinnlichen Wahrnehmung (ASW) waren Variationen desselben Themas – ein >>psychischer Äther<< oder eine Gruppenseele oder ein kollektives Unbewusstes; jedes Konzept diente als unterirdisches Becken, das individuelle Psychen anzapfen und durch das sie zueinander in Beziehung treten können. Das Leitmotiv ist das der Einheit in der Vielfalt:
„Alles ist Eins und Eins ist Alles.“
Das tönt durch die Schriften der christlichen Mystiker und ist der Schlüssel zum Buddhismus und Taoismus.
Und weiter:
Synchronizität und Serealität stellen moderne Abkömmlinge dieses archetypischen Glaubens an die fundamentale Einheit aller Dinge dar.
Dieser Glaube wurde vor allem von Plotin vertreten und auch von dem Geisterseher Schwedenburg, dessen Studium Kant zu seiner Schrift „Kritik der reinen Vernunft“ veranlasst hat. Es ist auch eine Einstllung überheblicher Mathematiker (Plato, Leibniz), welchen meinen, die Welt verstehen zu können, indem sie diese Verräumlichen und das Werden und Vergehen weitgehend (im Gegensatz zu Whitehead) ignorieren. Ich habe eine tolles Buch gelesen, welches mir die Augen geöffnet hat: "Wahn und Wahrheit" von Constantin Rauer, in dem es Um Kants Auseinandersetzung mit den Irrationalen geht. Kurt, das wäre was für Dich, den studierten Psychologen.
Kurt,
wenn Dir diese Zufälle gefallen, dann verstehe ich es,
so lange Du Dich nicht als auserwählt wähnst.
Genieße sie einfach und lasse alles offen.
Was verstehen wir schon von der Welt, wenn wir sie uns weitgehend ausdenken?
Gute Fahrt
wünscht
Hans
Samstag, 5. Januar 2008
Von Parque Nacionales Lanin nach San Martin de los Andes
Dann hat auch das ein Ende und wir kommen hinunter nach San MArtin de los Andes. Sehr schoener touristischer Ort. Gut zum Ausrasten.
Freitag, 4. Januar 2008
Von Puerto Fuy nach Parque Nacionales Lanin
Recht gut geschlafen. Fruehstueck im ersten Stock mit herrlichem Blick auf den See. Monika, hat Teilchen in der Baeckerei in Neltume gekauft, die essen wir jetzt.
Die Faehre legt schon um 8 Uhr, das erste mal ab. Mit einem Sattelschlepper drauf, vielleicht eine Sonderfahrt.
Um 10 sind wir fertig gepackt. Monika fragt noch ob wir bis 2 bleiben duerfen, wegen der Faehre. Emil schlaeft noch ne Rundw. Um 12:20 kommt das Maedchen uns sagt etwas wegen der Faehre. Wir verstehen es nicht. und dann kommt die Wirtin um 5 vor halb und erklaert, das die Faehre um "douce e media" (gesprochen etwa doose e media) faehrt, also in 5 Minuten.
Monika rennt zur Faehre und bitte um Warten. Passagier bringt sie mit dem AUto zurueck. Die Raeder sind gepackt. 2 nach halb sind wir auf der Faehre. Ladeklappe zu los.
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Ein Amerikaner, der mit uns in der Hospedaje war, hat die faehre auch fast versaeumt und der hat spanissch studiert sagt er. Er hat auch um zwoelf mehrmals gefragt: dos oder douce.
90 Minuten dauert die Ueberfahrt, wie am Koenigsee, eng ist der See unerschlossen.
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Auf der anderen Seite kaufen wir Wasser und essen Mittag, dann fahren wir weiter zum Grenzuebergang. Die Zoellner sind nett, hin und weg vom Anhaenger und von Emil, Wasser - Toilette bieten sie an, wir brauchen nix.
Wir wollen noch moeglichst weit kommen. Der Pso Huahum (uaum gesprochen) ist der niedrigste Uebertgang nur 640 m. und San Martin de los Andes liegt auch auf dieser Hoehe. Ein See reicht von Huahum bis San Martin. Also wo ist das Problem?. Die Starsse ist kuppiert, der See hat steile Flanken, also immer rauf runter. Und der Wald im Nationalpark wir immer dichter - Urwald. Kein Platz fuer unser Zelt. Die Zeit draengt. Die Strasse fuehrt rauf, rauf wir sind scon auf 100 meter. Dann konnt so was wie die Waldgrenze und wir finden eine wunderschoenen Zeltplatz, ruhig, einsam im Wald. Emil ist nicht fuer die Stille, er krakelt herum, macht Stimmuebungen spielt mit dem Echo. Wildschweine, Hirsche, Gelsen.
Die Faehre legt schon um 8 Uhr, das erste mal ab. Mit einem Sattelschlepper drauf, vielleicht eine Sonderfahrt.
Um 10 sind wir fertig gepackt. Monika fragt noch ob wir bis 2 bleiben duerfen, wegen der Faehre. Emil schlaeft noch ne Rundw. Um 12:20 kommt das Maedchen uns sagt etwas wegen der Faehre. Wir verstehen es nicht. und dann kommt die Wirtin um 5 vor halb und erklaert, das die Faehre um "douce e media" (gesprochen etwa doose e media) faehrt, also in 5 Minuten.
Monika rennt zur Faehre und bitte um Warten. Passagier bringt sie mit dem AUto zurueck. Die Raeder sind gepackt. 2 nach halb sind wir auf der Faehre. Ladeklappe zu los.
Ein Amerikaner, der mit uns in der Hospedaje war, hat die faehre auch fast versaeumt und der hat spanissch studiert sagt er. Er hat auch um zwoelf mehrmals gefragt: dos oder douce.
90 Minuten dauert die Ueberfahrt, wie am Koenigsee, eng ist der See unerschlossen.
Auf der anderen Seite kaufen wir Wasser und essen Mittag, dann fahren wir weiter zum Grenzuebergang. Die Zoellner sind nett, hin und weg vom Anhaenger und von Emil, Wasser - Toilette bieten sie an, wir brauchen nix.
Wir wollen noch moeglichst weit kommen. Der Pso Huahum (uaum gesprochen) ist der niedrigste Uebertgang nur 640 m. und San Martin de los Andes liegt auch auf dieser Hoehe. Ein See reicht von Huahum bis San Martin. Also wo ist das Problem?. Die Starsse ist kuppiert, der See hat steile Flanken, also immer rauf runter. Und der Wald im Nationalpark wir immer dichter - Urwald. Kein Platz fuer unser Zelt. Die Zeit draengt. Die Strasse fuehrt rauf, rauf wir sind scon auf 100 meter. Dann konnt so was wie die Waldgrenze und wir finden eine wunderschoenen Zeltplatz, ruhig, einsam im Wald. Emil ist nicht fuer die Stille, er krakelt herum, macht Stimmuebungen spielt mit dem Echo. Wildschweine, Hirsche, Gelsen.
Donnerstag, 3. Januar 2008
Von Termas de Coñaripe nach Puerto Fuy
Im Touristel haben wir gelesen, dass die Faehre von Puerto Fuy um 8 und um 15 Uhr geht. Also stehen wir frueh auf und hoffen um 15 Uhr in Puerti Fuy zu sein. Es sind laut Touristel nur 30 km.
Aber es kommt alles anders. WIr fahren schroff einen Pass hoch kommen in eine Siedlung. Dort kaufen wir einen halben Kuchen. Der Heisst in Chile "Kuchen" und was zu trinken. Die Frau sagt der Weg sei "Muy malo". Ach wi ich diese Hilfen hasse. Solche Aussagen verunsichern, und was "schlecht" fuer einen Radfahrer heisst, kann doch nur ein Radfahrer wissen. Verunsichert fahren wir weiter, Die Strasse ist so gut wie eine Schotterstarsse nur sein kann, zwemal gibt es etwa 300m lange steile stuecke wo der Schotter durch Felsen unterbrochen ist. Das ist schlecht zu fahren. Aber sonst ist das der beste Schotter seid wir in Suedamerika sind.
Ein Chilenisches AUto bleibt sehen und will uns mitnehmen bis zum Pass. Die versprechen mehr als si halten koennten. Wir lehnen ab. Es ware auch kein Platz im Auto gewessen. Herrlich der Lago Neltume - Brmsen, grauenhaft. Es ist schon 13 Uhr und das Wegweiser sagt 40 km nicht 30, und es geht jetzt noch bergauf 300 n. ALso wird nix nit 15 Uhr, trotz fruehem Aufstehen. Wir kommen nach Neltume. Monika geht zur Tourist Info. Und die Frau verunsichert wieder. Die Faehre sei in Reperatur und die kleine Faehre, da koenne sie sich nicht vorstellen, dass da Raeder mitgenommen werden.
Ich denke, die Strasse war auch nicht schlecht also wird das auch nicht stimmem. Eine Faehr die keine Raeder mitnimmt, wie klein soll die denn sein. und noch dazu bei einem internatonalen Grenzuebergang. Also ich bleibe ruhig. Monika geht einkaufen.
Neltume ein Holzfaellerdorf, sehr entspannt. Wir fahren weiter der Fluss kristallklar, unglaublich , noch nie gesehen, das gibt es nicht in Europa. Dan eine Hotekomplex - alles aus Holz gebaut 4 - 5 Stockwerke hoch - sher beeindruckend. Dann fahren wir in Puerto Fuy ein. Wir haben zwei Haeser erwartet, nach Touristel, aber es ist ein Dorf. Nett. Sofort zur Faehre, Polzisten gefragt, wegen Fahrradmitnahme - kein Problem. Blinden Soouvenierverkaefer gefragt: Kein Problem. Wann faehrt die Faehre "Dos e media" also 14:30. Gut. Wir lassen uns noch eine Hospedaje empfehlen vom Blinden. Der sagt wir muessen ihm morgen aber was abkaufen. Wir stimmen zu.
Die Hospedaje ist einfach, aber solide. Den Staub wegduschen. Die Faehre kommt. Es ist die grosse Faehre. Also wozu die Verunsicherung. Wir fragen noch den Kapitaen, wann er morgen faehrt: dos e media.
Abendessen Lasagne, gut.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Von Coñaripe nach Termas de Coñaripe
In der Nacht schleichen streunende Hunde um das Zelt und durchwuehlen die Abfallkoerbe. Wir sind wieder die einzigen Gaeste. Alle anderen sind Tagesgaeste.
Dieses Bild ist meinem Freund Hans gewidmet:
Dienstag, 1. Januar 2008
Von Villarrica nach Coñaripe
Wir haben geglaubt, dass wenn in Villarrica nichts los ist, auch in den folgenden Orten nichts los ist, also kein Verkehr ist. ALs wir gegen Mittag starten, stuermt aber auch Halb Chile los an die Seen. Starker Urlauberverkehr wuerden sie daheim im Radio sagen. Aber nicht nur Urlauber, die scheinen zum Teil auch noch besoffen zu sein. Es folgt ein Speisrutenlauf: hupen, gaffen, huppen winken - eckelhaft. Zwei autolenker fahren vorlauter hupen und winken fast in den Gegenverkehr. ABer auch das geht nach 25 Km vorbei. In Lican Ray und der naechsten Abzweigung ist auch das vorbei. Der verkehr wird ruhiger und wir fahren an einen tief azurblauen Seen entlang.
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Wir rasten auf einem Campingplatz unter dichten Baeumen. Neben an ist eine Chilenische Familie und grillt und spielt Musik. Ohne Musik ist die Natur nicht zu ertragen. Der Grossvater sitzt daneben und starrt auf den Boden. Wir fahren weiter nach Coñaripe. Wir werden campieren. Am Strand ist eine Reihe von Zeltplaetzen. EIner gefaellt uns. Da steht eine Reihe von Autos drinnen aber keine Zelte. Es stellt sich heraus, dass die AUtos den Familienangehoerigen gehoeren, die Neujahr zu BEsuch sind. WIr sind die einzigen Gaeste am Zeltplatz in der Hochsaison. Der Wirt versucht uns zu erklaeren, dass der Vulkann Llaima ausgebrochen ist und deutet in die Richtung wo er nebem dem Vulkan Villarrica zu sehen sein koennte. Ist aber nicht. Wir kapieren es erts als wir das an San MArtin im ARgentinischen Tagblatt lesen.
Jedenfalls gehen Monika und Emil an den Strand und baden und schwimmen ausgiebig! EMil dirigiert zwei aeltere Maedchen herum, damit sie ihm Wasser aus dem See holen, das er dan auf das NAchziehauto giesst.
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Eine schoene entspannte Urlaubsathmosphaere, wie von Jaques Tati in den "Ferien des Mr. Hulot" nachgezeichnet
Wir rasten auf einem Campingplatz unter dichten Baeumen. Neben an ist eine Chilenische Familie und grillt und spielt Musik. Ohne Musik ist die Natur nicht zu ertragen. Der Grossvater sitzt daneben und starrt auf den Boden. Wir fahren weiter nach Coñaripe. Wir werden campieren. Am Strand ist eine Reihe von Zeltplaetzen. EIner gefaellt uns. Da steht eine Reihe von Autos drinnen aber keine Zelte. Es stellt sich heraus, dass die AUtos den Familienangehoerigen gehoeren, die Neujahr zu BEsuch sind. WIr sind die einzigen Gaeste am Zeltplatz in der Hochsaison. Der Wirt versucht uns zu erklaeren, dass der Vulkann Llaima ausgebrochen ist und deutet in die Richtung wo er nebem dem Vulkan Villarrica zu sehen sein koennte. Ist aber nicht. Wir kapieren es erts als wir das an San MArtin im ARgentinischen Tagblatt lesen.
Eine schoene entspannte Urlaubsathmosphaere, wie von Jaques Tati in den "Ferien des Mr. Hulot" nachgezeichnet
Montag, 31. Dezember 2007
Villarrica (29.12. - 1.1.)
Schade, dass wir in den Staedten immer so wenig zum Fotografieren kommen.
Hier haben die Staedte einen voellig neuen Charakter. Der tritt in den ein bis drei Hauptstrassen in Villarica deutlich zutage, fuer mich hat es etwas von einer Mischung aus Wildwest, gemischt mit dem vor allem in Skiorten anzutreffenden oberbayrischem Portzklotz-Stil. Viel Holz, grosse Fensterfronten, die Fassaden aufwendig gestaltet und alles bunt durcheinandergewuerfelt.
In der naechsten Reihe, in den Wohnvierteln, finden sich verschiedenst angemalte Holzhaeuschen, oft verwinkelt und der Anstrich nicht mehr der neueste, etwa wie ich mir das Hexenhaeuschen von Haensel und Gretel vorstelle.
Und, speziell in Villarica immer wieder Strassen, die in den See zu fallen scheinen. Durch das unwarscheinlich klare Licht werden die Entfernungen kuerzer, alles rueckt zusammen.
Trotzdem ist Villarica keine Stadt, die uns richtig gefallen will.
Schon die Quartiersuche: So lange haben wir noch nie gesucht, entweder es war sagenhaft teuer, belegt, oder es hat uns nicht gefallen.
Dann sind wir aber gut untergekommen: Cabana, riesig gross, Emil kann raus und rein ebenerdig, nahe zum Internetcafe.
Der uebliche Rhythmus: Internet, spazieren mit Emil, gemuetlich fruestuecken, Mittagsschlaf halten.
Neu: Ich suche nach Gummistiefel fuer Emil. Jetzt sind morgens die Wiesen feuchtkalt, vor Villarica hatten wir schon eine Rast im Regen, was ja jetzt oefter vorkommen sollte. Sonst ist Emil ja perfekt ausgeruestet mit “Waldkindergarten-zertifizierter” Regenkleidung, aber Gummistiefel haben wir keine dabei, haetten wir in der Wueste auch nicht gebraucht. Jetzt aber brauchen wir unbedingt welche, dass Emil auch bei stroemendem Regen raus und toben und matschen kann. Also mache ich mich aur die Suche. Es ist witzig, alles laeuft aehnlich ab, wie die Suche nach der Latzhose. Erst einmal brauche ich drei Geschaefte lang, bis ich heraus habe, wie ich meinen Wunsch formulieren soll (das Wort fuer Gummistiefel weiss ich nicht, falls es eines geben sollte), dass die Verkaeuferinnen moeglichst schnell antworten koennen. Dann flutscht es. Schuhe, gegen Regen, aus Gummi, groesse 21. Tiene? – No heisst ueberall die Antwort. Nach zwei Tagen steht fest: In Villarica gibt es fuer Emil keine Gummistiefel.
Dann kommt der 31-te. Wir sind gespannt: wie findet hier Silvester statt? Wir wohnen ja fast direkt am See, sehen, dass eine aufwendige Lautsprecheranlage aufgebaut wird, ein Feuerwerk wird vorbereitet. Wir denken uns, da wird es ja zur Sache gehen! Ich denke mir: Hoffentlich wird es nicht zu laut fuer Emil....
Dann: Seltsam, keine “Probekracher”, bis 23:59 ist es rhuig. Dann um 0:00 laeuten die Kirchenglocken, sehr schoen. Wir beobachten alles von der Wohnung aus, trauen uns keinen Schritt weg, falls Emil aufwacht.
Um 0:01 sehen wir, dass einige Leute ziemlich unterspannt und alltaeglich ihr Auto an der Strasse parken und zum Strand marschieren. Dann um 0:10 irgendwann faengt das Feuerwerk an, privat ballert ueberhaupt keiner.
Unser Eindruck ist, dass der Jahreswechsel die Leute hier nicht sehr beeindruckt. Sie gratulieren sich nicht, keine euphorische Stimmung, keine Sektlaune. Nur ein paar Kinder, die aufgekratzt hin- und herrennen.
Anders als zuhause, nona.
Emilchen verschlaeft alles, wir stossen an und gehen auch bald ins Bett.
Neujahr: Wieder ein Jahreshoehepunkt, wieder fehlt etwas. Neujahrskonzert!!!! Wir finden keinen Fernsehsender, der es bringt!!!!!!
Zuhause ist es um diese Zeit klirrend kalt, hier muessen wir Emil aus der Mittagssonne raushalten und fleissig Sonnencreme schmieren.
Trotz hohem Feiertag beschliessen wir, weiterzuradeln.
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